Think Tank

Am Standort Lübeck sind die Voraussetzungen für die Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in innovative Technologien, die dem Mensch und der Umwelt zu Gute kommen, optimal. Die zahlreichen Institute und Kliniken der Universität zu Lübeck und des UK-SH sowie die Fachhochschule und die Fraunhofer-Einrichtungen haben sich umfassendes Know-How und eine hervorragende Expertise in medizinischen und lebenswissenschaftlichen Forschungsfeldern erarbeitet. Es entstehen Synergieeffekte, die eine schnelle Translation der Grundlagenforschung in anwendbare Verfahren oder neue Produkte gewährleisten.

Das Institut für medizinische und marine Biotechnologie arbeitet dazu sehr eng mit der Vorlaufforschung der Fraunhofer EMB zusammen und hat mit dem Think Tank die Innovationskraft der Wissenschaftler gebündelt. Ziel ist die frühe Identifizierung transferrelevanter Erfindungen und deren Weiterentwicklung im Rahmen von Machbarkeitsstudien. Der enge Dialog der Experten und Vordenker aus der Universität und der Fraunhofer-Einrichtung ermöglicht so die schnelle Entwicklung marktfähiger Spitzentechnologien und Innovationen.

Dr. Daniel H. Rapoport

Daniel H. Rapoport, Jg. 1971, studierte von 1990 bis 1994 Chemie an der TU Berlin. Für seine Promotion wechselte er an das Paul-Drude-Institut für Festkörperphysik in Berlin. Nach einem Ausflug in die Multimediabranche als Toningenieur arbeitete er von 2004 bis 2006 als Post-Doc am Max-Planck-Institut für Kolloide und Grenzflächen in Potsdam. Seine umfassenden chemischen und physikalischen Kenntnisse brachte er anschließend in der Lübecker Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Zelldifferenzierung und Zelltechnologie des Fraunhofer Instituts für Biomedizinische Technik (IBMT) an der Universität zu Lübeck ein. In der daraus hervorgegangenen eigenständigen Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik EMB übernahm er die Leitung der Arbeitsgruppe für Zelltechnologie. Hier entwickelt er Technologien für die Zellisolation, -handhabung und -vermehrung und etablierte für das Tracking von Zellen die bildbasierte Zytometrie.

Dr. Sandra Schumann

Sandra Schumann, Jg. 1975, studierte Biologie an der Universität Hamburg. Von 2002 bis 2005 arbeitete sie an ihrer Promotion im Institut für Hormon- und Fortpflanzungsforschung und am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Bereich der Reproduktionsbiologie. Danach wechselte sie in die angewandte Forschung und absolvierte ihre Post­doc-Zeit am Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in der Projektgruppe „Zelldifferenzierung & Zelltechnologie“ an der Universität zu Lübeck. An der daraus entstandenen Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik EMB leitete sie von 2008 bis 2012 die Arbeitsgruppe für Zelldifferenzierung. Dort entwickelte sie Technologien für die zelltherapeutische Anwendung adulter Stammzellen in der regenerativen Medizin und etablierte zellbasierte Modell- und Testsysteme. Aktuell ist sie als wissenschaftliche Referentin der Institutsleitung für die Projektinitiierung, den Netzwerkaufbau und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.